Künstlerische Gestaltung - Das Kreuz

 
Für jeden einzelnen ist es bedeutsam, seine Mitte zu finden. Dies ist eine Ganzheitserfahrung, eine Erfahrung von Heil. Und wer irgendwo beheimatet ist, empfindet seine Heimat leicht als die Mitte von allem. Von hier geht alles aus und hierher kehrt alles zurück.
 
Der Altar im Zentrum eines Kreises und im architektonischen Zentrum eines Kirchenraumes vermittelt den Eindruck, dass man am richtigen und auch an einem wichtigen Platz steht. Man fühlt sich im Weltzentrum, man steht in der Nähe Gottes.
 
Der Zelebrationsaltar selbst ist ein Tisch. Wo aber ein Tisch aufgestellt wird, da geschieht etwas Besonderes. Der gedeckte Tisch schafft Freundschaft und Nähe. Im Namen Jesu und im Sinn seines Abschiedsgeschenkes essen und trinken wir miteinander in der Kirche. Und er will dabei sein. Darum geht es ja beim Mahl an diesem Tisch.
 
Und der Tisch ist geschmückt mit der Weintraube. Wein ist das Getränk der Freude, der Lust, der Fröhlichkeit, des Festes. Jesus, der Sohn Gottes, ist dieses Wagnis eingegangen. Wein soll dabei sein, Freude nicht fehlen.
 
Rechts vom Altar steht das Lesepult, der Ambo. Da ist ein großes Ohr und es ist umgeben wie von einer Hülle. Die Pfeile zeigen, dass von oben kommt, was das Ohr hört. Breit ist der Fuß. Ein gutes Fundament ist das Wort, das hier verkündet wird. Der Messingaufbau zeigt Flügelelemente. Wichtige und bekannte Worte sind ”geflügelte” Worte. Wir sagen auch, dass uns etwas beflügelt hat.
 
  
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